Unzufriedenheit bezüglich Lehrergehälter

Eine Studie der EU-Kommission zeigt, dass Lehrer in Deutschland ein höheres Gehalt bekommen als Pädagogen der meisten anderen europäischen Länder. Im Vergleich fielen die Löhne von Lehrern in Bulgarien am niedrigsten aus, während luxemburgische Lehrer am meisten verdienen. Trotz des vergleichsweise hohen Gehaltes der deutschen Pädagogen herrscht Unzufriedenheit.
Ein Grund ist die große Differenz der Gehälter von Lehrern an den unterschiedlichen Schulformen. So liegt der Verdienst eines Grundschullehrers zwischen 38.200 Euro und 51.400 Euro im Jahr, während ein Lehrer der gymnasialen Oberstufe zwischen 45.400 und 64.000 Euro für seine Arbeit erhält. Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung, beschrieb diesen Aspekt folgendermaßen: „Es gibt zwischen den Schulformen ein soziales Ranking.“
Darüber hinaus besteht bei Lehrern, die in einem Angestelltenverhältnis arbeiten, eine größere Unzufriedenheit, weil sie netto deutlich weniger verdienen als verbeamtete Lehrer,da sie im Gegensatz zu Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen. Während in Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg die Verbeamtung von Lehrern üblich ist, arbeiten neue Lehrer in anderen Bundesländern als Angestellte.
Seit einer Reform im Jahre 2006 ist die Verteilung von Lehrergehältern Angelegenheit der einzelnen Bundesländer. Gehaltsunterschiede zwischen den einzelnen Ländern wurden hierdurch verstärkt und rufen Proteste innerhalb der Lehrerschaft hervor.


