Zeitmanagement

Sicher läuft bei Ihnen auch nicht immer alles so, wie Sie es erwartet oder geplant haben. Man kann zwar nicht alles selbst beeinflussen, aber mit einer Zeitplanung nimmt man für viele Abläufe das Ruder selbst in die Hand. Wie steht es mit Ihrem Selbstmanagement? Überprüfen Sie, ob Sie in mancher Hinsicht noch gezielter vorgehen könnten. Ein Fragebogen hilft Ihnen dabei (Hinweis: Ausfüllen über Bildschirm oder Ausdruck).
Praktische Tipps für Ihre persönlichen Zeitplanung beinhaltet auch das Online-Seminar im Teil 3 des zweiten Moduls.

Lernen mit Plan

Seit Marie ihr Lehramtsstudium vor einem Jahr begonnen hat, ist von ihrer Freizeit nur noch wenig übrig geblieben. Wenn sie nicht gerade im Hörsaal sitzt oder arbeitet, lernt sie zu Hause: „Mein Leben dreht sich fast nur noch um Prüfungen, Praktika und meinen Nebenjob,“ beklagt sie: „Einen Mittelweg zwischen meiner Freizeit und den ganzen Pflichten zu finden, ist da kaum noch möglich.“

So wie Marie geht es vielen Lehramtsstudierenden: Sie verlieren zunehmend den Überblick über die von ihnen geforderten Leistungen und powern sich in ehrgeizig gestalteten Lernphasen aus. Oftmals sind Konkurrenzdenken und der Wunsch nach schnellstmöglicher Beendigung des Studiums Ursachen von Überbelastung.

Damit das Studium nicht zur Tortur wird, können folgende Fragestellungen Lehramtsstudenten bei der Bewältigung des Studienalltags helfen:

  • Ist mein Stundenplan angemessen strukturiert?
    12-18 Semesterwochenstunden sollte ein Lehramtsstudent durchschnittlich für Seminare und Vorlesungen aufbringen. Versuchen Sie sich Ihre Ziele je nach eigener Leistungskompetenz und gemäß Ihren Umständen (z.B. Nebenjob, eigenes Kind usw.) realistisch zu stecken!
  • Wie viel Zeit brauche ich für meine Lernphasen? 
    Lernphasen sollten klar strukturiert sein und genügend Zeit für Entspannung einschließen. Je ausgelassener Ihre Entspannungsphasen sind, desto effektiver werden Ihre Lernphasen sein!
  • Wie kombiniere ich mein Studium mit einem Nebenjob?
    Wer nebenbei arbeiten muss, kann einige Semester länger zum Studieren benötigen. Ihre zukünftigen Arbeitgeber wissen, dass eine längere Studienzeit keine Aussage über Ihre fachliche Kompetenz impliziert. Finden Sie Ihr eigenes Tempo!
  • Wie verhindere ich Überbelastung im Praktikum?
    Die Vorbereitung von Unterrichtseinheiten ist für Anfänger sehr zeitintensiv – überlegen Sie sich daher genau, wie viele Sie neben Ihren sonstigen Pflichten (Seminararbeiten usw.) übernehmen können. Ihr Betreuungslehrer hat für Ihre Entscheidung Verständnis!

Prinzip der Schriftlichkeit

Schriftliche Planung schafft Vorteile:

  • Visualisierung von Abläufen führen zu einer besseren Übersichtlichkeit
  • Vereinfachung der Organisation
  • Bei Abweichungen oder Änderungen bleibt der Überblick erhalten
  • Entwicklung von Planungsmechanismen
  • Festgelegte Ziele werden kontrollierbar

Prioritäten

Ob in Studium oder Beruf – es kommt bei der Planung zunächst darauf an, sich nicht zu verzetteln. Setzen Sie Prioritäten!

Aufgaben, Projekte, Vorhaben und Ideen werden nach Wichtigkeit und Dringlichkeit eingeordnet. Aufgaben mit höchster Priorität müssen zuerst erledigt werden! Mithilfe dieser Einteilung wird man sich selbst der Aufgaben bewusst.

A-Aufgaben sind die wichtigsten Aufgaben. Man muss sie selbst anpacken, damit das Ergebnis optimal wird (Bsp. Schulaufgabenvorbereitung).

B-Aufgaben sind wichtig. Sie müssen erledigt werden, können aber auch delegiert werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der andere äußerst zuverlässig ist.

C-Aufgaben sind weniger wichtig. Es sind oft Tätigkeiten, die man gern vor sich herschiebt, weil sie aufhalten.